Was sind sexualisierte Diskriminierungen?

  • sexuell bestimmte Handlungen, die aus Sicht der davon betroffenen Person unerwünscht sind und ihre Würde verletzen könnte, überwiegend nicht mit körperlichem Kontakt

Zum Beispiel:

  • sexuell herabwürdigender oder grenzüberschreitender Sprachgebrauch bis hin zur Beleidigung (z. B. "Schlampe", "Wichser", "mein liebes Fräulein"...),
  • entwürdigende und/oder entpersonalisierende Bemerkungen über Personen und/oder deren Körper, die in einen (auch subtilen) sexuell geprägten Zusammenhang gestellt werden (z. B. "Bodyshaming"),
  • sexuell herabwürdigende Kommentare über das Intimleben einer Person (z. B. "Schwuchtel"...),
  • verbale, bildliche oder elektronische Präsentation obszöner, sexuell herabwürdigender Darstellungen und Verbreitung dessen,
  • Veranstaltungen mit klarem sexistischen Bezug (z. B. Beschränkung von Kleidungsstücken auf einer Party, Ausschluss von Personen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit, ...)
  • Anwenden, Erstellen, Kopieren oder Nutzen obszöner, sexuell herabwürdigender Materialien, z.B. Computerprogramme und Internetseiten auf EDV-Anlagen, Flyer oder Poster in Gebäuden oder auf dem Gelände der Universität bzw. der mit ihr unmittelbar oder mittelbar verbundenen Einrichtungen

Sexismus ist eine Form von sexualisierter Diskriminierung. Der Begriff „Sexismus“ beschreibt jegliche Formen von Diskriminierung aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit und beruht auf der Vorstellung, dass Personen aufgrund ihres biologischen Geschlechts bestimmte Verhaltensweisen, Charaktereigenschaften, Fähigkeiten oder Schwächen aufweisen und sich dadurch soziale Wertunterschiede ergeben, die eine Verringerung von Lebenschancen bestimmter Personenkreise rechtfertigt (z. B. die Annahme, dass nur männliche Personen technische Studiengänge belegen und weibliche Personen sozial- oder humanwissenschaftlich arbeiten sollten, da sie von Natur aus über ein hohes Maß an Empathie verfügen).

Sexismus kann jede Person, unabhängig von Geschlecht, Geschlechtszugehörigkeit oder -identität, sexueller Orientierung, etc. treffen und negativ beeinflussen.

 

Letzte Änderung: 23.02.2024 -
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